Einführung Handy-Parking: Anruf genügt – und die Parkuhr tickt

08. November 2006
Eine Schweizer Premiere in Fehraltorf ZH

Das Zürcher Oberländer Dorf Fehraltorf ist der bargeldlosen Gesellschaft einen Schritt näher gerückt: Auf den Parkplätzen im Dorfkern können Einwohner und Besucher die Parkuhr über einen einfachen Anruf auf ihrem Handy starten und beim Wegfahren minutengenau stoppen. Abgerechnet wird bequem über die Kreditkarte oder über Pre-paid. Das vom einheimischen Start-up Unternehmen xsmart entwickelte und von Aduno SA unterstützte Projekt MyHandyTicket.ch wird bereits in verschiedenen deutschen Städten erfolgreich eingesetzt. Die nun erstmals auch in der Schweiz benutztePlattform eröffnet ein fast unbegrenztes Spektrum von Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise Bestellen und Bezahlen von Tickets für den öffentlichen Verkehr oder für kulturelle Anlässe.

Günstiger Parkieren dank Minutentakt
Zum Parkieren braucht es mit MyHandyTicket.ch lediglich ein Mobiltelefon. Die Parkzeit beginnt und endet mit einem kurzen Anruf auf die eingangs Parkplatz angezeigte Telefonnummer. Die Münzprobleme fürs Parkgeld gehören somit bald der Vergangenheit an. Wer seinen Parkplatz per Handy bezahlen will, wählt sich unter der auf der Parkzone ausgeschilderten Telefonnummer ein. Das System merkt sich den Startzeitpunkt und beginnt zum üblichen Tarif zu ticken. Zur Bestätigung erhält der Anwender eine SMS – den virtuellen Parkzettel. Stoppt man den Parkvorgang auf die gleich Weise, erfolgt die minutengenaue Abrechnung. Telefongebühren für das elektronische Parken entstehen nicht. Auch die SMS ist kostenlos und bis Ende 2007 wird keine Bearbeitungsgebühr erhoben. Durch die minutengenaue Abrechnung wird das Parkieren für den Autofahrer günstiger. Auch das mühsame Suchen nach der zentralen Parkuhr und passendem „Münz“ sind passé.

Einmalige und kostenlose Registration per Web oder Callcenter
Wer ohne die einmalig notwendige Registration auf die Parkzonen-Nummer anruft, wird automatisch mit dem Callcenter verbunden. Das System von myHandyTicket erkennt, ab welcher Handy-Nummer der Anruf getätigt wurde und leitet den Anruf nötigenfalls um. Die Anmeldung kann sowohl via Callcenter zum Ortstarif oder kostenlos im Web via www.myHandyTicket.ch erfolgen. Für myHandyTicket braucht es kein kostspieliges, neues Mobiltelefon. Jedes herkömmliche Modell mit SMS-Funktionen reicht aus. Im Gegensatz zu allen anderen Handy-Parking-Systemen ist bei myHandyTicket.ch die Parkraumüberwachung durch Kontroll-Organe elektronisch integriert.

Fehraltorf übernimmt eine Vorreiterrolle
Das Parkieren in Fehraltorf wird vorerst für eine kleine Anzahl von Parkfeldern komfortabler, aber das System kann auf weitere Parkflächen beliebig und rasch adaptiert werden. Beim Entscheid, das Projekt umzusetzen, spielte bei den Behörden nicht nur die Innovations-Ausstrahlung eine Rolle: „Unsere Einwohnerzahl wird in den kommenden zwei Jahren stark zunehmen. Es macht also Sinn, die Gemeindeinfrastruktur frühzeitig diesem Wachstum anzupassen. Das Handy-Parking ist für einen raschen Ausbau flexibel genug und erst noch ein kostengünstiger Einwohner- und Gäste-Service“ erläutert Gemeindepräsident Wilfried Ott.

Partner gestalten die Zukunft von myHandyTicket.ch
Betrieben wird myHandyTicket.ch von der Fehraltorfer xsmart AG. Diese bietet zusammen mit der mobile-city GmbH in Deutschland mobile Mehrwert-Services an. Dazu gehört z.B. das handy-basierte Billett-System für das Tram, den Bus oder die Bahn, welches in deutschen Städten wie Köln und Bonn schon über 1 Million Tickets ausgestellt hat. Bald sollen in der Schweiz weitere nützliche mobile Services folgen - mit dem Ziel, eine „mobile City“ für Mobiltelefonnutzer zu schaffen. Gefördert wird diese Innovation durch die Aduno-Gruppe, welche als einer der Marktführer im bargeldlosen Zahlungsverkehr mobile Payment-Lösungen unterstützt. Trotz viel Technologie, kommt das Menschliche im neuen Service nicht zu kurz. Betreut wird das Callcenter, welches bei der Registration weiterhilft, vom Berner Agendaset-Team. In diesem Dienstleistungs-Unternehmen arbeiten u.a. blinde und sehbehinderte Menschen.


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